Warum?

B: „Ich möchte eine Gehaltserhöhung!“ - „Wer nicht?“


P: „Ich möchte, dass du mit mir ins Kino gehst!“ - „Hm, wirklich, Kino?“


Sehr oft ist es nicht der Umstand, dass ich und meine Mitmenschen einem Anliegen grundsätzlich ablehnend gegenüberstehen. Es ist das fehlende Warum, dass uns davon abhält, offen in Gespräche einzusteigen, andere anzuhören und den Anliegen unserer Mitmenschen offen gegenüber zu stehen.


Was das Warum ändert!


B: „In den letzten 4 Jahren, hatte ich keine gravierenden Mängel bei meinen Projekten, ich bin pünktlicher als Kollegen und auch immer für Überstunden offen. Ich denke daher, dass ich eine Gehaltserhöhung verdiene.“


P: „Wir beide haben in den letzten Wochen sehr viel gearbeitet und ich habe das Gefühl, dass wir unsere Beziehung vernachlässigt haben. Ich fühle mich alleine und einsam und möchte wieder mehr Zeit zusammen verbringen. Können wir mit einem Abend im Kino beginnen?“


Wenn ich mein Anliegen begründen kann, meine Motivation und Intention mitteile, ist die Wahrscheinlichkeit, dass andere mich anhören, wesentlich größer. Anhören, bedeutet noch nicht, dass wir bekommen, was wir möchten, oder dass unser Anliegen mit Wohlwollen angenommen wird. Doch ist es schon ein großer erster Schritt, ein Gespräch beginnen zu können, in dem unser Gegenüber offen ist für unser Anliegen, weil es verständlich präsentiert wird.



Unser Motiv finden


Warum wir etwas möchten oder denken, dass wir es verdienen, ist unser eigenes warum nicht immer so offensichtlich.


B: „Warum wollen Sie eine Gehaltserhöhung?“ – „Weil der Maier mehr verdient“


P: „Warum Kino?“ – „Weil die Müllers jeden Freitag gehen. Schau wie glücklich die sind!“


Im privaten Bereich sind es Gefühle, Ängste und Emotionen, die uns, oftmals unterschwellig, motivieren. Der Vergleich mit anderen kann ein Thema sein, doch ist das Motiv immer emotionaler Natur. Ich möchte die Unternehmung nicht machen, weil die Müllers das machen, oder weil die glücklich aussehen, sondern weil ich mich unglücklich fühle. Je unglücklicher ich mich fühle, desto mehr werde ich dies in andere projizieren und diese glücklicher sehen, als Sie sind.


Im Beruf ist es sehr oft der Vergleich mit unseren Kollegen, Statistiken oder Erfahrungen in anderen Betrieben, die uns motivieren. Ob es hier andere Arbeitszeiten, Arbeitsaufteilungen oder Gehälter sind, macht kaum Unterschied. Würden wir nicht gelegentlich unsere Nase in anderer Leute Angelegenheiten stecken, wären wir mit dem was wir haben, zufriedener. Da es jedoch nun mal so ist, dass wir durch unsere soziale Konditionierung, auf Wettbewerb, der Vergleiche braucht, programmiert sind. Dieses Vergleichen ist im beruflichen Alltag meist unser Motiv. Um hier wirklich erfolgreich, im Sinne von „bekommen was man möchte“, zu sein, benötigt es vorab mal eine objektive Betrachtung der Situation. Je objektiver ich einen Sachverhalt beleuchten kann, desto leichter wird es werden, aussagekräftige Punkte vermitteln zu können. Dienstjahre oder Alter können zwar ein Thema sein, dennoch werden Vergleiche in Leistung, Wissen und Engagement wesentlich aussagekräftiger sein.



Wenn man, im beruflichen und privaten Umfeld beginnt, objektiver zu sein, der wahren Motivation auf den Grund geht und diese auf eine selbstreflektieret Art mitteilt, wird es wesentlich einfacher, dass unser Gegenüber uns anhören wird. Ob wir bekommen, was wir wollen, ist ein anderes Thema, aber mit einem guten „Warum“ sind die Chancen definitiv höher.





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Alexander Müller


Alexander ist Trainer für Kommunikation und Coach.




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